Das Lieblingswort „Nein“ – Und trotzdem gelassen durch die Trotzphase

Gelassen durch die Trotzphase – beruhigen ja, aber nicht betüddeln!

Viele Eltern kennen das Szenario: Der Nachwuchs wirft sich auf den Boden, schreit und fängt bitterlich das Weinen an. Wenn Sie es zuhause auch mit so einem Wutzwerg zu tun haben, befindet sich Ihr Kind vermutlich in der Trotzphase. Jetzt heißt es Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Gar nicht so einfach? Wir helfen Eltern diesen Schritt in der Entwicklung ihres Kindes zu verstehen. Außerdem geben wir einige hilfreiche Tipps, wie Eltern trotz regelmäßigen Wuteskapaden gelassen durch die Trotzphase ihres Lieblings kommen. 

Warum ist die Trotzphase so wichtig?

Ohne sie wäre das Leben für Eltern doch viel einfacher. Trotzdem ist die Trotzphase ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Kindes. Die Kleinen beginnen damit ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Der „Trotz“ ist also keinesfalls negativ zu verstehen. Vielmehr lernen Kinder hier selbstständig zu handeln und für ihren eigenen Willen einzustehen. Mama und Papa sollten dies berücksichtigen und die Kleinen ruhig mal trotzig sein lassen. In dieser besonderen Zeit treffen viele Umstände aufeinander, für die Eltern ein gewisses Einfühlungsvermögen aufbringen müssen. Einerseits haben die Kleinen noch kein Verständnis für spontane Planänderungen. Wenn etwas nicht funktioniert wie es soll, sind sie oftmals überfordert und wissen nicht mit der Situation umzugehen. Auch die Fähigkeit sich auszudrücken und dem Elternteil klar zumachen, was das Problem ist, lässt noch zu wünschen übrig. Ebenso ist die Motorik noch nicht ausgeprägt genug, um manche Aufgaben selbst zu übernehmen.

Wann geht die Trotzphase los? Wann hört sie auf?

Das Verhalten der Kleinen kann in der Trotzphase sehr unterschiedlich ausfallen: vom Weinkrampf bis zum ziellosen Umsichschlagen kann alles dabei sein. Wie in vielen anderen Punkten gilt auch hier: jedes Kind ist unterschiedlich. Auch die Jüngsten können schon vor dem offiziellen Beginn dieses Entwicklungsschritts Anzeichen von Auflehnung zeigen. Dann aber zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr beginnen die Kleinen, neben dem Wörtchen „Nein“ auch „Ich“ zu nutzen. Diese Worte geben oftmals einen Hinweis auf den Wandel in der Persönlichkeitsentwicklung und leiten dann die damit zusammenhängende Trotzphase ein. Diese kann bei jedem Kind in ihrer Intensität und Dauer sehr unterschiedlich ausfallen. In den meistens Fällen ist die Zeit des Trotzes etwa mit dem 5. Lebensjahr beendet. Natürlich gilt auch hier: Starrsinn kann sicherlich auch danach noch anzutreffen sein. Aber (hoffentlich) nicht im selben Maße.

Was kann man in der Trotzphase falsch machen?

Eins ist klar: die Trotzphase ist nicht persönlich zu nehmen. Das sollte man als Elternteil immer im Hinterkopf behalten. Um gelassen durch die Trotzphase zu kommen, gibt es einige Strategien. Diese können die Phase für Kinder sowie Eltern angenehmer gestalten: 

  • Ruhe bewahren
    Bleiben Sie ruhig und begegnen Sie ihrem Sprössling stets respektvoll. Auf diese Weise leben Mama und Papa ihren Kleinen positives Verhalten vor und zeigen, wie man gelassen mit schwierigen Situationen umgeht. 
  • Klare Regeln 
    Strukturen, Konsequenz, Routine: Sind diese gegeben hat der Trotzkopf eine gewisse Sicherheit, die zur Beruhigung beitragen kann. Es sollte aber nicht zu viele Verbote geben, da das Kind seine Grenzen ausprobieren sollte. Hier muss abgewogen werden, welche Regeln wichtig sind.
  • Gefühle anerkennen
    Der Sprössling entwickelt seine Persönlichkeit. Deshalb ist es wichtig ihn darin positiv zu bestärken. Dem Kind auch mal einen Schritt entgegen gekommen und Kompromisse einzugehen stärkt und fördert dessen Selbstwertgefühl. 
  • Alternativen aufzeigen
    Direkt im Zusammenhang mit den Kompromissen stehen die Alternativen. Wenn es um Kleinigkeiten geht, dem Sprössling auch mal die Entscheidungsgewalt übergeben. Nicht nur „Nein“ sagen, sondern den Kleinen vielleicht auch einmal eine Alternative aufzeigen. Vielleicht muss es nicht jedes Mal ein süßer Nachtisch sein? Ein paar Orangenschnitze oder ein Apfel schmecken schließlich auch gut.
  • Auslöser erkennen 
    Wenn klar ist, wieso ein Wutanfall entsteht, können Eltern in einer späteren Situation dagegen wirken. Ganz klassisch: Der Nachwuchs möchte die Schuhe alleine zubinden, aber Mama und Papa stehen unter Zeitdruck? Sagen Sie doch beim nächsten Mal früher Bescheid, dann kann das Kind in Ruhe das Schleife Binden üben und Sie kommen nicht zu spät zum Termin.
  • Nicht zu viel Beachtung schenken
    Nicht jeder Wutanfall wiegt gleich schwer. Beruhigen ja, aber nicht betüddeln! Zu viel Aufmerksamkeit kann als Katalysator wirken. 

Gelassen durch die Trotzphase – Ablenkung kann helfen

Nichtsdestotrotz ist jedes Kind anders. Bis man als Elternteil die richtige Vorgehensweise gefunden hat, kann es einige Zeit dauern. Auch geschickte Ablenkungsmanöver können in der Trotzphase helfen. Ihr Nachwuchs möchte mal wieder unbedingt Süßigkeiten verputzen? Vielleicht schafft hier schon das Lieblingsspielzeug Abhilfe. Das Familienunternehmen howa bietet Holzspielwaren, welche kreatives Spielen fördern. Im Sortiment sind Lauflernwagen, Motorikwürfel, Puppenhaus, KaufladenSpielküche und vieles mehr enthalten. Alle Spielwaren entsprechen den europäischen Sicherheits- und Qualitätsnormen (EN71) und können Eltern helfen gelassen durch die Trotzphase zu kommen. 

Bildrechte: © iStock / Antonio_Diaz