Für Kids und Eltern manchmal hart: Der Kindergartenstart

Herbstzeit bedeutet für viele Kids Kindergartenstart. Die dreijährige Mia erzählt voller Vorfreude jedem, dass sie nun groß sei und endlich in den Kindergarten darf. Sie steht nun also morgens auf, macht sich gemeinsam mit ihrer Mama schick und startet ihren Tag mit einem gesunden Frühstück. Dann kann es endlich losgehen: Mia schnappt sich stolz ihren kleinen Rucksack, den sie selbst aussuchen durfte. Ihre Mama packt fix noch Trinkflasche und Brotdose ein und dann geht`s ab in den Kindergarten. Mia platzt fast vor Freude.

Tipps für den KindergartenstartDoch leider läuft der Kindergartenstart nicht immer so glimpflich ab. Oft haben Kinder Angst vor dem Ungewissen oder dem Alleinsein und Scheu vor den neuen Erfahrungen. Auch für Eltern ist die Umstellung auf die neue Situation nicht immer einfach.

 

Mit Mamas und Papas Begleitung – die Vorbereitung

Bestenfalls freuen sich die Kids so sehr wie Mia auf den Kindergartenstart. Die Freude auf den großen Tag kann im Vorfeld bereits gefördert werden. Oft hilft es schon, eine Freundin und ihr Kind morgens in den Kindergarten zu begleiten. Das steigert die Neugier des Sprösslings auf die vielen tollen Spielsachen, die großen und kleinen Kids und die tollen Unternehmungen. Außerdem kann der Nachwuchs in Spiel- oder Krabbelgruppen bereits den Umgang mit anderen Kindern lernen und ist so vorbereitet auf die elternfreie Zeit. Mit Büchern wie „Connie kommt in den Kindergarten“ oder Hörbüchern wie „Mein erster Tag im Kindergarten“ kann der Sprössling ebenfalls bestens auf den Start vorbereitet werden. Um Mama und Papa die Angst vor dem großen Tag zu nehmen, kann bereits ein ausführliches Vorgespräch mit den zukünftigen Erziehern helfen. Außerdem ist es wichtig sich für den KiGa-Start Zeit zu nehmen. Eltern sollten mit einer Eingewöhnungsphase von circa 4 Wochen rechnen, je nach Tempo des Kindes.

Die Checkliste für den Kindergartenstart:

  • Hausschuhe
  • Gummistiefel und regenfeste Kleidung
  • Unter Umständen Artikel für die Mundhygiene
  • Sportbekleidung
  • Trinkflasche, Brotdose und eigene Kindergartentasse
  • Rucksack

Wichtig für jede Kindernase: die Eingewöhnungsphase

Jedem Kindergarten liegt ein Modell zugrunde, nach dem die Neuankömmlinge eingewöhnt werden. Das Münchner Modell nach Winner & Erndt-Doll beispielsweise besagt, dass das Kind, das den Übergang in den Kindergarten bewältigen muss, dabei Unterstützung braucht.

In der ersten Woche sollten also Mama und Papa jeweils einen halben Tag mit ihrem Schützling in den Kindergarten kommen. Die Eltern dürfen ihre Kinder begleiten und gemeinsam mit den Erziehern und den anderen Rackern den Kindergarten erobern. Dabei versuchen die Fachkräfte Interessensbereiche und Vorlieben von ihrem Neuankömmling zu erfahren.

Endlich ein Entdeckerhase? – Die Sicherheitsphase

In der Sicherheitsphase ziehen sich die Eltern mehr zurück und die Erzieher übernehmen zunehmend die Rolle der Bezugsperson. Auch die anderen Kinder haben hier eine wichtige Rolle. Je nach dem Tempo des Nachwuchses wird am sechsten Tag der erste Trennungsversuch durchgeführt. Wenn das Kind damit locker umgeht oder sich bei Trennungsängsten recht schnell beruhigen lässt, wird daraufhin die zeitliche Trennung von Mama und Papa verlängert.

Der letzte Schritt jeder Pappnase: die Vertrauensphase

Durch eine klare Ankündigung von Mama oder Papa verlassen die Eltern den Raum. Der Sprössling scheint mit dieser Entscheidung einverstanden, wenn er danach zurück zum Spielen übergeht. Anderenfalls sollten die Eltern weitere Tage gemeinsam mit ihrem Racker im Kindergarten verbringen, bis das Kind mit dem „Alleinsein“ einverstanden ist. Ein abschließendes Reflexionsgespräch mit den Erziehern ermöglicht den Eltern einen Einblick

  • wie sich der Sprössling im KiGa verhält
  • ob die weitere Eingewöhnung funktioniert hat und
  • wie die Situation des Kindes heute empfunden wird.

Aber nicht nur von den Erziehern erfahren die Eltern, ob sich das Kind schließlich gut eingefunden hat, sondern auch von ihrem Schützling selbst. Durch gezielte Fragen geben die Kids oft einiges von ihrem neuen Alltag preis. Wenn das Kind beim Abholen Mama und Papa mit „will noch nicht heim“ oder „mag dableiben“ begrüßt, hat es sich sicher im Kindergarten eingelebt.

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